SemenIgG

Für die Bestimmung von IgG-Antikörper gegen Spermatozoen werden in diesem Test zum direkten Nachweis blaue (SemenIgG) Mikrosphären eingesetzt.

Produktbeschreibung Artikelnummer Einheit Haltbarkeit
SemenIgG (blau) ZR11400 300 µl Latexpartikeln beschichtet mit spez. Anti-IgG Mikrosphären 18 Monate ab Herstellung bei einer Lagerung zwischen 2-8°C

Produktdaten und Hinweise

“Immunologische Infertilität” beschreibt das Ausbleiben einer Konzeption als Folge von Störungen des Immunsystems an den reproduktiven Organen. Die überwiegende Mehrzahl dieser Störungen beruht auf dem Vorliegen von Anti- Spermatozoen-Antikörpern (ASA) die bei beiden Geschlechtern auftreten kann. Immunglobuline (Antikörpern) werden als Abwehrmechanismen des Körpers gegen Fremdkörper oder -substanz betrachtet. Wenn der Körper eine „fremde“ Substanz erkennt, versucht er, eine Immunität mittels Antikörper gegen die Substanz aufzubauen. Im Fall von Spermaantikörpern erkennt der Körper das Sperma jedoch als fremd an, baut Antikörper gegen ihn auf und beeinträchtigt so den Fortpflanzungsvorgang. Vom Abwehrsystem der Frau gebildete Antikörper hemmen die Spermien daran, durch den Zervixschleim hindurch zu gelangen und die Eizelle zu erreichen. Bei Männern können auch Antikörper die der Spermatozoen aufgelagert sind, die Passage der Samenzellen durch den Zervixschleim erschweren. Ursachen für die Entwicklung dieser Antikörper sind möglicherweise Infektionen und /oder Verletzung im Genitaltrakt, oder eine autoimmune Erkrankung.

Spermienantikörper im Ejakulat gehören fast immer den IgA- und/oder IgG-Klassen an. Daten weisen darauf hin, dass IgA-Antikörper klinisch bedeutsamer als IgG-Antikörper sind, jedoch selten allein auftreten. Bei ASA im Serum handelt es sich vorwiegend um IgG, bei ASA im Ejakulat oder im Zervixmukus um IgA.

Für Screening-Untersuchungen können kombinierten Anti-Ig-Beads, die alle Ig-Typen erkennen können benutzt werden. Mithilfe des Immun Beads Tests (IBT) können verschiedene Arten von Antikörpern gegen Spermien in unterschiedlichen biologischen Proben nachgewiesen werden, unter anderem in Blut, Zervixschleim und Samenzellen. Der Test kann das Vorhandensein von Antikörpern sowie den Schweregrad der Antikörperbildung anzeigen, so wie auch welcher Teil der Samenzellen speziell davon betroffen ist. Die Art der ASA hat einen Einfluss auf die Funktion der Spermatozoen nur dann, wenn komplementbindende Antikörper vorliegen. Eine Umfrage bei den reproduktionsmedizinischen Zentren in Großbritannien (Krapez et al., 1998) ergab, dass am häufigsten der MAR-Test („Mixed antiglobulin reaction Test“) oder der IBT (Immunobead-Test) angewendet wurde. Beide Tests sind einfach durchzuführen. Sie arbeiten mit Beads, die mit Antiimmunglobulinen gecoatet sind und sich an die auf der Spermatozoenoberfläche gebundene ASA heften.
Die WHO bezeichnet den Mar-Test als obligatorisch Screening Test. Der in-vitro Nachweis von Antigenen oder Antikörpern ist nur möglich, wenn die Antigen–Antikörper- Reaktion sichtbar oder messbar gemacht wird. Die Auswahl der Nachweistechnik ist abhängig von den Eigenschaften des Antigens (Größe, Anzahl und Struktur der Antigendeterminanten), den Eigenschaften des korrespondierenden Antikörpers (Avidität und Spezifizität) und der Konzentration des zu bestimmenden Analyten. Antigen oder Antikörper werden prinzipiell nach folgenden Techniken bestimmt:

  • Direkter Nachweis
  • Indirekter Nachweis
  • Nachweis auf Grund der Markierung eines Reaktionspartners.