VIBOVIDUCT 1500

Simuliert die natürlichen Bewegungen und Vibrationen im Eileiter

Es ist bekannt, dass Embryonen in-vivo konstanten Vibrationen von ca. 6 Hz bis zu 20 Hz ausgesetzt sind, da die Eileiterflüssigkeit durch die Zilien bewegt wird.
Die grundlegende Idee war zunächst, ein autonomes Gerät zu entwickeln, das die komplexen natürlichen Bewegungen und Vibrationen im Eileiter effektiv imitiert. Dieses Gerät sollte von bester Qualität sein, um die extremen Bedingungen im Inkubator über viele Jahre zu überstehen.
Dementsprechend haben wir nach langjähriger Zusammenarbeit mit Forschern in IVF-Zentren das Gerät „VIBOVIDUCT 1500“ (vibration oviduct) entwickelt.

Produktdaten und Hinweise

Der Viboviduct nutzt Mikrovibrationen in definierter Stärke, Frequenz und Zeitintervallen, um die komplexen natürlichen Bewegungen und Vibrationen im Eileiter zu simulieren. Die Parameter können durch den Embryologen individuell eingestellt werden.
Mit Hilfe der neusten Technologie ermöglicht der VIBODUCT 1500 die Ausführung festgelegter Protokolle im Inkubator über viele Jahre ohne Leistungsabfall.

Die mechanische Stimulierung des Flimmerepithels in Kultur ruft einen Anstieg von Ca2+ hervor, das sich von den stimulierten auf die benachbarten Zellen ausbreitet. In Abwesenheit von extrazellulärem Ca2+ zeigen die mechanisch stimulierten Zellen keine Veränderung des Calciums. In der In-vitro-Kultur humaner Embryonen konnten durch die mechanische Bewegung in kurzen, regelmäßigen Intervallen höhere Entwicklungsraten erreicht werden. Diese Art der Behandlung versucht die natürlichen Gegebenheiten nachzuahmen, bei denen die Eileiterflüssigkeit aufgrund der Zilien mechanisch bewegt wird.
Die mechanische Stimulation der von Kulturmedien umgebenen Embryonen verstärkt die Kommunikation zwischen den einzelnen Zellen und hat positive Effekte auf Entwicklung und Qualität der Embryonen.
Ein weiterer positiver Effekt der Mikrovibrationen ist, dass eine kontinuierliche Auffrischung des den Embryo umgebenden Mediums beobachtet werden kann.

Die Nutzung des VIBOVIDUCT 1500 steigert die Schwangerschaftsrate auf 59%. Die In-vitro-Kultur von Embryonen, die Mikrovibrationen ausgesetzt sind, führten zu einer signifikant höheren Baby-Take-Home-Rate bei Patientinnen im Alter von 30 Jahren und älter. Diese Ergebnisse stammen aus einer Studie mit 4303 Patientinnen (E.Isachenko et al. 2015).
Die Patientinnen wurden in 4 Altersgruppen aufgeteilt: <29 J., 30-34 J., 35-39 J. und >40 J. (mittleres Alter 34±4.6). Patientinnen mit ungeklärter Infertilität wurden im IVF- oder ICSI-Zyklus stimuliert. Von 4303 Patientinnen wurden Einverständniserklärungen für die Kultivierung von pronukleären Oozyten (zwei pro Patientin) unter zwei verschiedenen Bedingungen eingeholt: zum einen mit mechanischer Bewegung (20 Hz über 5 Sekunden einmal pro Stunde) (2152 Patientinnen, n = 4304) und zum anderen ohne mechanische Bewegung der Kulturmedien (2151 Patientinnen, n = 4302). Der Embryotransfer (zwei Embryonen pro Patientin) wurde an Tag 3 oder an Tag 5 nach der Oozytenpunktion durchgeführt. Die Baby-Take-Home-Raten wurden mittles ANOVA mit Hilfe des CATMOD-Verfahrens von SAS analysiert (SAS Institute Inc., 2011).
Es wurden die folgenden Baby-Take-Home-Raten für die verschiedenen Gruppen von <29 J., 30-34 J., 35-39 J. und >40 J. und jeweils ohne Vibration vs. mit Vibration ermittelt: 29.3% vs. 32.9% (P>0.1)), 27.1% vs. 38.7% (P>0.05), 23.8% vs. 28.9% (P<0.05), 9.1% vs. 14.5% (P<0.05).

         

Medien

Downloads

Poster ESHRE 2015 (847 KB)